Kinoabend. Nun, das Plakat sieht aus wie für einen Horrrofilm. Mensch, ich fürchte mich doch schon beim kleinsten Anzeichen in Richtung Horror. "Hat gute Kritiken", meint meine Freundin hier.
Der Film spielt in Wales. Tolle Landschaft. Mutter mit Tochter besucht Vater, der an einer einsamen Küste in Wales lebt. Sieht nach Künstler oder Aussteiger aus, während die Mutter eher die gutaussehende mondäne Frau ist, sprich Stadt und Comfort ist für sie ein muss.
Unklar ist, warum sie den Vater besuchen. Man mutmasst. Viele Einstelllungen auf wunderschöne Landschaft an der Küste, Wasser das sich an dunklen Felsen schlägt. Und leichte Andeutung, dass der Ort eine zweifelhafte Vergangenheit hat. Ein paar Alpträume der Mutter: Speziell immer um einen nach Druiden/Opferstein, der am Klippen steht.
Die Tochter geht dort entlang: Plötlzlich fangen die Schafe an über die Klippe zu springen! Es wird klar, in welche Richtung der Film läuft. Der graue kauzige Schäfer ist einem auch nicht so geheuer. Dann Spaziergang mit der Tochter am Meer. Die Tochter sieht einen Schlüssel im Meer. Holt in raus, und es wird klar, dass das Meer sie irgendwie reinzieht. Man sieht nichts. Die Tocher ist verschwunden.
WICHTIG: Wer jezte Lust auf den Film hat, sollte die nächsten Paragraphen vermeiden, als die den Inhalt des Filmes mit !Ausgang erzählen. Deswegen hier vorab: Der Film hat mir sehr gut gefallen, war mir total gruselig und ich fand die Weise wie erzählt wurde nicht ganz so neu, wurde aber durch sehr viel Liebe zum Detail und mit wunderschön gruseligen Landschaften kompensiert. Und ich habe Lust, mal an der Küste von Wales entlang zu fahren. Sprich, 4 von 5 Punkten; allerdings bin ich kein Horror Liebhaber, weil ich mich schon beim kleinsten Anzeichen in diese Richtung fürchte. BTW: Der Film lief in Deutschland Anfang Januar, was mich erinnert, das ich doch etwas hinter dem Mond lebe
Die Eltern setzen alles dran sie zu finden. Der Mann in seiner rationalen Art mit Suchtrupps und so weiter. Während die Frau auf ein kleines sonderbares Mädchen stösst. Genau, das Horrormädchen aus den Filmen. Klar ist, dass sie nicht ganz von dieser Welt ist.
Nun, die Frau versucht alles rauszufinden, was mit diesem Ort zu tun hat. Hier werden die Sagenwelten aus Wales aus der Kiste geholt. Sie recherchiert über den Ort. Vor knapp 50 Jahren lebte dort eine kleine Gemeinde; mit eigener Religion, die an die keltisch-welsche Tradition anknüpfte. Der Priester/Druide verlor seine Tochter. Der Sage nach bekommt man diese zurück, wenn man jemand anders hierfür opfert. Alle im Dorf sprangen dann von den Felsen. Alle bis auf den Priester und einen kleinen Jungen (der zufällig der Schäfer ist). Das Mädchen kommt tatsächlich zurück, doch sie hat etwas an sich, dass die Schafe dazu bringt, von den Klippen zu springen.
Der Priester versucht ihr das böse auszutreiben. Methoden, bekannt aus den Irrenhäusern des letzen zwei Jahrhunderte werden dafür angewendet. Sehr gruselige Bilder. Hilft nichts. Der Junge hilft ihr, auszubrechen. Hat die Folge, dass sich Priester und Tochter am Klippen begegnen und die Tochter den Priester in die Tiefe stösst. Der Junge, wissend dass sie eine zurück gegkehrte ist, wirft sie ins Meer zurück. Damit hat der Spuk eine Ende, ausser, dass von Zeit zu Zeit Schafe in die Tiefe springen.
Nun entwickelt sich ein klassisches Drama, in der man glaubt, dass die Mutter durchgeknallt ist. Bis der Vater dann auch das andere Mädchedn sieht. Glaubt aber die Geschichte nicht. Dinge aus der Vergangenheit werden hervorgeholt. Die Mutter recherchiert weiter. Versucht dann das Mädchen in die Tiefe des Meers zurück zu bringen. Springt selber ins Wasser. Ein Mädchen, das wie die Tochter aussieht kommt zurück. Nun, ist es aber so, dass eine Seele gefordert wurde. Und dies ist die Seele der Mutter. Die Mutter in der Unterwelt auf ihrer Suche nach der Tochter -- ebenfall sehr gruselige Szenen.
Enden tut es in der klassichsen Weise. Man glaubt das die Tochter zurück gekehrt ist. Allerdings kommt man drauf, dass das kleine Mädchen es geschafft hat, in die Haut der verlorengegangenen Tochter zu schlüpfen. Fortsetzung Wahrscheinlich.